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Katastrophenschutz
Aufgabe und rechtliche Grundlage
Der Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen basiert auf dem Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz (BHKG). Sein Ziel ist die Abwehr von Gefahren für:
Menschen
Umwelt
Infrastruktur
Diese Gefahren entstehen insbesondere durch:
Großschadenslagen und Unglücksfälle
Extremwetterereignisse
Naturkatastrophen
Terroristische Ereignisse
Der Katastrophenschutz umfasst dabei alle organisatorischen, personellen und technischen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.
Landeskonzepte der überörtlichen Hilfe
Zur Umsetzung einer effektiven Gefahrenabwehr existieren standardisierte landesweite Konzepte. Diese ermöglichen eine koordinierte Unterstützung über kommunale Grenzen hinaus.
Zentrale Komponenten sind:
Einsatzeinheiten NRW (EE NRW)
Behandlungsplatz-Bereitschaft 50 (BHP-B 50 NRW)
Betreuungsplatz-Bereitschaft 500 (BTP-B 500 NRW)
Patiententransport-Zug 10 (PT-Z 10 NRW)
Verletzten-Dekontaminationsplatz (V-Dekon NRW 25/50) (Feuerwehrtaktische Einheit unterstützt durch DRK Einsatzkräfte)
Diese Module decken insbesondere sanitätsdienstliche und betreuungsdienstliche Bedarfe ab.
Einsatzeinheit NRW (EE NRW)
Die Einsatzeinheit NRW ist eine:
multifunktionale
modular einsetzbare
nicht arztbesetzte
taktische Einheit des Katastrophenschutzes
Sie dient primär der Bewältigung von:
sanitätsdienstlichen Einsätzen
betreuungsdienstlichen Einsätzen
Ein Einsatz kann sowohl:
eigenständig
als geschlossene Einheit
oder im Verbund mit anderen Kräften
erfolgen.
Aufbau der EE NRW
Die EE NRW besteht aus 33 Funktionen (1/7/25/33) und gliedert sich in vier standardisierte Teileinheiten. Hier sind unsere DRK-Einsatzkräfte mit Ihren Fähigkeiten und Ausbildungen gefragt und eingesetzt.
1. Teileinheit Führung (TE Fü)
Stellt die Führungsfähigkeit der Einheit sicher
Koordiniert Einsatzabläufe
Gewährleistet Kommunikation mit übergeordneten Führungsebenen
2. Teileinheit Sanität (TE San)
Medizinische Erstversorgung von Verletzten
Sichtung und Stabilisierung
Unterstützung bei Behandlungsplätzen
3. Teileinheit Betreuung (TE Bt)
Versorgung von unverletzten Betroffenen
Unterbringung, Verpflegung und soziale Betreuung
Unterstützung bei Evakuierungen
4.Teileinheit Unterstützung (TE Ust)
Logistik und Materialbereitstellung
Transportaufgaben
Technische Unterstützung der anderen Teileinheiten
Alarmierung und Einbindung
Jederzeitige Alarmierbarkeit über die Leitstellen gemäß § 28 BHKG
Integration in die örtliche Gefahrenabwehr erfolgt durch:
untere Katastrophenschutzbehörden
kommunale Abstimmungen
Kooperation mit anerkannten Hilfsorganisationen
Die konkrete Ausgestaltung erfolgt durch Vereinbarungen zwischen:
Kommunen
Kreisen
Hilfsorganisationen
Strategische Bedeutung
Die Einsatzeinheit NRW stellt das zentrale operative Element im Katastrophenschutz für sanitäts- und betreuungsdienstliche Lagen dar.
Kernvorteile:
Standardisierung landesweit
Hohe Flexibilität durch Modularität
Schnelle Verfügbarkeit
Interoperabilität zwischen Organisationen
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